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Wie alles begann...

Es ist gesetzlich geregelt, dass die Bundesländer eine Asylquote erfüllen müssen, die nach einem Bevölkerungsschlüssel errechnet wird und sich tagesaktuell ändert. Der Bund trat mit der Bitte an die Gemeinden heran, Asylplätze zu schaffen. Auch wir wollten ein positives Beispiel setzen und die im Herbst 2014 konnte die Gemeinde Alberschwende der Caritas mit dem "Arns-Haus" die erste Asylunterkunft anbieten, um bis Jänner die vorgegebene Quote erfüllen zu können. Das schon lange leer stehende "Riedmann-Haus", an dem noch Umbauarbeiten nötig waren, war in Vormerk.

Am 30. Jänner 2015 fanden darin 8 syrische Männer ein Quartier, die überraschend offen und herzlich auf Nachbarn und Bevölkerung zugegangen sind, jeder war ihnen im Haus willkommen, Nachbarn wurden zum Essen eingeladen. So wurden sie auch sehr offenherzig aufgenommen. Man konnte sehen: Es sind Menschen mit Geschichten, die sie auch bereitwillig erzählten und  Bilder oder Videos dazu zeigten.

Für diejenigen, die mit diesen Kriegsflüchtlingen in Kontakt waren, wandelte sich sehr schnell das mediengeprägte, eher negative und anonyme Bild von "Asylanten" zu Menschen, die einiges hinter sich haben, die sowohl durch die Eindrücke des Krieges direkt vor ihrer Haustür als auch von teilweise unmenschlicher Behandlung auf ihrer Flucht traumatisiert sind, die Heimweh haben, Menschen, die ihr ganzes bisheriges Leben aufgegeben haben, die quasi mit nichts aus ihrer Heimat geflüchtet sind, um nicht auf unschuldige Menschen - Landsleute! - schießen zu müssen und selbstverständlich auch, um ihr eigenes Leben und das ihrer Familien zu retten. 

Unsere damaligen acht Erstankömmlinge sind gut ausgebildete, zum Teil studierte und mehrere Sprachen sprechende weltoffene junge Männer, die vom ersten Tag an nicht nur Dankbarkeit für das Asyl, sondern auch Interesse an Alberschwende, an den Menschen, an der hiesigen Kultur zeigten. Es war ihr eigener Wunsch, auch eine Messe oder eine Schulstunde besuchen zu dürfen, auch der FC Alberschwende hat syrischen Zuwachs bekommen. In der Bevölkerung wurden diese direkten Kontakte als sehr berührend und auch bereichernd empfunden. 

So entstanden sehr schnell zahlreiche Kontakte in der Bevölkerung, die Flüchtlinge wurden in vieler Hinsicht unterstützt, es entstanden Freundschaften. In der unvorhergesehenen Situation, dass uns von den acht Männern auch fünf Dublin-Fälle zugeteilt worden waren, die wieder abgeschoben werden sollten, fühlten sich nicht wenige Alberschwender verantwortlich für das Schicksal dieser Männer und standen ihnen zur Seite, die private Initiative "Wir sind Asyl" entstand.

Nach zahlreichen Turbulenzen, Medienpräsenz, hochgekochten Emotionen, aber auch durch Medien übertriebene Darstellungen kam es letztendlich zu einem glücklichen Ende, keiner der fünf Dublin-Fälle wurde abgeschoben, und alle haben ein Asylverfahren bekommen. Somit sollte im Dorf wieder Ruhe eingekehrt sein.

Im Juli 2015 war es dann so weit, dass auch das "Riedmann-Haus" adaptiert war und dort 2 Wohnungen geschaffen werden konnten. 

Inzwischen wurden der Caritas auch zwei Privatunterkünfte angeboten. Somit konnten im Jänner 2016 eine Unterkunft in Tannen sowie das Menühaus im Ortszentrum von weiteren Flüchtlingen in der Grundversorgung bezogen werden.

Leandoblatt Oktober 2017
Oktober 2017

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