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Bericht aus der 6. Planungsgruppe

Am 19. Juli 2016 fand nunmehr bereits die sechste Sitzung der Planungsgruppe für die Verkehrslösung Alberschwende statt. Die Sitzung war von einem dichten Programm geprägt und dauerte von 3 Uhr Nachmittag bis halb 10 am Abend.

Die PlanerInnen präsentierten die intensiven Erhebungen und Analysen zur Kreuzung Müselbach, bei denen die Müselbacherinnen und Müselbacher sie tatkräftig unterstützt haben. Dafür wollen wir uns ganz herzlich bedanken, besonders bei Ruth Feuerstein und Jürgen Bereuter. Die Ergebnisse legen Sofortmaßnahmen zum Schutz der FußgängerInnen und mittelfristige bauliche Maßnahmen nahe, die von den PlanerInnen in einer eigenen Stellungnahme an die Gemeinde übermittelt werden. Die konkreten Ergebnisse werden beim Forum Alberschwende am 14. September 2016 allen AlberschwenderInnen präsentiert.

Ebenso haben wir über Gestaltungsoptionen im Ortskern diskutiert. Es liegt nun ein Entwurf für einen neues Ortszentrum unter den Titel "Neue Mitte" vor. Die Wünsche der BürgerInnen, die bei der letzten Bürgerversammlung eingeholt wurden, finden sich in der Gestaltung wieder. Der Ortskern soll zum Treffpunkt und Ort der Begegnung für Alt und Jung werden. Der Entwurf sieht eine hohe Aufenthaltsqualität vor und bietet Ruhe und Entspannung, Aktivitäten, Potenziale für gastronomische Nutzungen, Veranstaltungs­möglichkeiten sowie eine ansprechende Gestaltung. Der Kreativität waren keine Grenzen gesetzt - die PlanerInnen werden die Ideen für eine "Neue Mitte" beim Forum präsentieren.

Und natürlich gab es auch intensive Arbeiten an den Umfahrungsvarianten. Möglicherweise haben Sie es bemerkt, dass Ende Juni 23 Schülerinnen und Schüler der Wirtschaftsschule in Bezau für eine Verkehrszählung im Einsatz waren. Die Zählung verlief sehr gut, die SchülerInnen waren engagiert und sehr zuverlässig, die Unterstützung und Vorbereitung von Schule, Gemeinde und Land groß. Unser Dank gilt dabei besonders den SchülerInnen und Schuldirektor Andreas Kappaurer. Die Zählungen machten es möglich, die Umfahrungsvarianten erstmals auf ihre verkehrlichen Wirkungen zu untersuchen. Diese neuen Zahlen haben viele offene Fragen in der Planungsgruppe zufriedenstellend beantwortet. Die Varianten werden nunmehr noch adaptiert und miteinander kombiniert. Wir werden beim Forum Alberschwende besonders auf diese Ergebnisse und die Umfahrungsvarianten eingehen.

Das Forum Alberschwende findet am

Mittwoch, 14. September 2016 um 19.00 Uhr
im Turnsaal der Neuen Mittelschule

statt. Wir starten dieses Mal eine halbe Stunde früher als geplant - aufgrund des dichten Programmes. Wir freuen uns auf Ihr Interesse und Ihr Kommen!


Bericht aus der Planungsgruppe

Die ersten Entwürfe für Umfahrungsvarianten werden diskutiert

Die nunmehr vierte Planungsgruppensitzung zur Verkehrslösung Alberschwende stand ganz im Zeichen erster Ideen zu den Umfahrungsvarianten. Das Planungsteam Planoptimo-Rosinak präsentierte der Planungsgruppe vorerst vier Variantenvorschläge mit mehreren Unter­varianten. Der Straßenplaner Martin Kapeller-Pavlu vom Büro Planoptimo, der diese ersten Varianten in den letzten Monaten entwickelt hat, begab sich im Vorfeld sozusagen auf einen „Blindflug“ – er kannte die alten Metron-Studien nicht. Auf Basis von Begehungen und mehreren Lokalaugenscheinen konnte er so unabhängig von bestehenden Trassenentwürfen aus den 1990er Jahren eigenständige Varianten entwickeln, die in der Planungsgruppe am 20. April in drei Arbeitsgruppen diskutiert wurden. Die Gespräche waren allesamt konstruktiv – die Mitglieder der Planungsgruppe, insbesondere die AnrainervertreterInnen äußerten Zustimmung und Bedenken zu einzelnen Trassenvorschlägen und Abschnitten und brachten auch Ideen für andere Trassen ein.

Anschließend wurden gemeinsam die Vor- und Nachteile sowie die neuen Trassen-Ideen diskutiert und in die Pläne eingezeichnet. Wichtig war bei dieser Sitzung auch, dass die PlanerInnen und die Vertreter des Landes die Planungsgrundsätze erläuterten.

Die verkehrsplanerischen und bautechnischen Grundsätze und Rahmenbedingungen

  • Topografieabhängige Zwangspunkte wie Bäche, Erhebungen und Senken müssen bei der Variantenfindung berücksichtigt werden. Nicht berücksichtigt wird zum jetzigen Zeitpunkt der geologische Aufbau des Untergrundes. Hierfür sind nämlich umfangreiche Untersuchungen (auch Bohrungen) erforderlich, die üblicherweise in diesem Projektstadium noch nicht gemacht werden können.
  • Bauen in Abschnitten: Bei der Entwicklung der Varianten empfiehlt sich grundsätzlich, auf eine mögliche Etappierung zu achten. Eine Etappierung spielt für den Bau und auch für die Finanzierung eine wichtige Rolle. Wenn eine Variante in Abschnitten realisierbar ist, kann sie auch in Etappen finanziert und damit rascher umgesetzt werden. Damit wird auf den Wunsch der Bevölkerung Rücksicht genommen, eine schnelle, umsetzbare Lösung zu entwickeln. Die Genehmigung einer Variante erfolgt selbstverständlich im Gesamtpaket. Das bedeutet, es kann ausgeschlossen werden, dass nur einzelne Teile einer Umfahrung umgesetzt würden.
  • Bauweisen und Kosten: Bei der Umfahrungslösung gibt es generell drei Möglichkeiten der Bauweise – vor allem in Abhängigkeit der Topografie: die offene Bauweise (grob geschätzt 1.700 – 2.000 Euro Baukosten je Laufmeter), die Deckelbauweise (grob 15.000 – 20.000 Euro) und die bergmännische Tunnelbauweise (grob ab 25.000 Euro und darüber hinaus). Damit unterscheiden sich einzelne Variantenabschnitte in den Kosten erheblich voneinander. Die Kosten können sich durch derzeit noch nicht kalkulierbare Einflüsse, wie zum Beispiel die geologischen Verhältnisse, deutlich erhöhen.
  • ·         Länge der Tunnel: Idealerweise werden die Längen der Tunnel 500 bzw. 1.000 m nicht überschritten, da ab diesen Tunnellängen die Aufwendungen für Sicherheits- und Belüftungseinrichtungen deutlich zunehmen.
  • ·         Anbindungen für Bevölkerung, Wirtschaft und Tourismus: Die Anschlüsse an das bestehende und zukünftige Landesstraßennetz (verbleibende L 200alt, L 14 Bucherstraße) sind wesentlich, ebenso die Lage von Knoten und Portalen zur bestehenden L 200.
  • Siedlungsentwicklung: Berücksichtigt wird, wie sich die Gemeinde mit einer Umfahrung entwickeln wird, welche Varianten welche Entwicklungspotenziale oder Hemmnisse bringen.

Diese grundsätzlichen verkehrsplanerischen und bautechnischen Rahmenbedingungen, die auch die Ergebnisse der ersten Bürgerversammlung bestmöglich berücksichtigen, erweiterten bei der Planungsgruppe die Kenntnisse über die technischen Zusammenhänge und Möglichkeiten beim Bau einer Umfahrung. Dieses Wissen ist für den weiteren Planungsverlauf hilfreich.

Was geschieht weiter?

Das Planungsteam nimmt diese diskutierten ersten Entwürfe und alle Anregungen wieder mit in die Büros nach Tirol und Wien. Die vorgeschlagenen geringfügigen Adaptierungen und die neuen Variantenverläufe werden auf ihre technische Machbarkeit geprüft, überarbeitet und bei den nächsten Planungsgruppensitzungen im Mai und im Juli diskutiert. Danach sollten – in der Planungsgruppe weitgehend konsolidierte – Vorschläge vorliegen, mit denen wir in das nächste Forum Alberschwende, also in die Bürgerversammlung, einsteigen wollen. Da die Entwicklung von Varianten und vor allem auch deren Bewertung zeitaufwändig ist, hat die Planungsgruppe einstimmig beschlossen, die Bürgerversammlung nach dem Sommer, und zwar am 14. September 2016, zu veranstalten. Somit besteht ausreichend Zeit für die Planungsgruppe und das Planungsteam, diese und andere Varianten zu prüfen.

Dieser Zeitplan steht auch im Einklang mit einer Strategischen Umweltprüfung für die Verkehrslösung Alberschwende, die ja begleitend zum Planungsprozess eingeleitet werden soll. Die Strategische Umweltprüfung dient der Entscheidungsfindung und gibt Planungssicherheit – schließlich muss eine Umfahrung Alberschwende als neuer Landesstraßen-Abschnitt ins Vorarlberger Landesstraßengesetz aufgenommen werden. Bei der Strategischen Umweltprüfung werden erhebliche Auswirkungen einer neuen Landesstraße (L 200neu) und Auswirkungen der Streichung von Abschnitten der L 200alt aus dem Landesstraßengesetz auf die Schutzgüter wie Mensch, Wasser, Boden, Luft, Tiere und Pflanzen geprüft. Teile der verbleibenden Landesstraße L 200alt werden bei einer Umsetzung einer Umfahrungslösung in das Gemeindestraßennetz übernommen. Die Gemeinde ist dann für den Unterhalt der alten umfahrenen L 200 zuständig. Das bedeutet, dass sich die Gemeinde künftig um Sanierungen, Grünschnitte, Reinigung, Winterdienst, Beleuchtung, das Aufstellen von Verkehrsschildern und die Verkehrssicherheit kümmern muss.

Alte und neue Varianten für den Knoten in Müselbach

Von Seiten der Abteilung Straßenbau des Landes Vorarlberg werden die verschiedenen Lösungsmöglichkeiten für den Knoten Müselbach erläutert. Die Kreuzung L 200 / L 205 in Müselbach ist ein Unfallhäufungspunkt (Definition laut RVS-Richtlinien[1]). In den Jahren 2010 bis 2014 passierten drei Unfälle mit Personenschaden beim Abbiegen von Kfz, zwei Unfälle im Richtungsverkehr, ein Unfall mit nur einem Beteiligten (Kfz) und ein Fußgänger-Unfall. Sicher ist also, dass diese Stelle verkehrssicherheitstechnisch saniert werden muss. Derzeit liegen vier Varianten vor:

  • Kreisverkehr
  • Umbau der Kreuzung
  • Verlegung der Kreuzung und
  • als neue Variante zwei T-Kreuzungen von/nach Obermüselbach mit mehreren Untervarianten.

Alle vorliegenden Varianten werden nun vom Land Vorarlberg weiterentwickelt und für eine weitere Empfehlung in einer der nächsten Planungsgruppensitzungen gegenübergestellt. Davor sollen auch noch Geschwindigkeitsmessungen gemacht werden.

Gemeindevertretung beschließt Ziele zum Planungsprozess Verkehrslösung Alberschwende

Die Ziele für die Verkehrslösung, die die Planungsgruppe – aufbauend auf den Wünschen der BürgerInnen bei der ersten Bürgerversammlung im Februar – weiterentwickelte, wurden in der Gemeindevertretungssitzung am 25. April einstimmig verabschiedet und werden nunmehr für den offiziellen Start einer Strategischen Umweltprüfung an den zuständigen Landesrat Karlheinz Rüdisser übermittelt, der dann bei der zuständigen Behörde, der Straßenbauabteilung des Landes, diese Umweltprüfung einleiten kann.

Die Ziele lauten:

  • Möglichst viele Alberschwenderinnen und Alberschwender werden dauerhaft vom Kfz-Durchzugsverkehr entlastet.
  • Im Ortskern von Alberschwende werden Aufenthaltsqualitäten geschaffen, um vielseitige Nutzungen für unterschiedliche Bevölkerungsgruppen zu ermöglichen und der weiteren Ortskernentwicklung von Alberschwende eine Perspektive zu geben.
  • Binnenverkehrs-Wege in Alberschwende werden in Zukunft vermehrt zu Fuß und mit dem Fahrrad zurückgelegt.
  • Die Bewohnerinnen und Bewohner orientieren sich am Ortskern von Alberschwende (einkaufen, aufhalten, konsumieren und kommunizieren).
  • Die Erreichbarkeit des Ortskerns für die Alberschwenderinnen und Alberschwender ist sichergestellt, und zwar mit allen Verkehrsmitteln. Die hohen Qualitäten im öffentlichen Verkehr werden erhalten bzw. verbessert, um einen zusätzlichen Verlagerungseffekt vom motorisierten Individualverkehr zum öffentlichen Verkehr zu erzielen.
  • Die Erreichbarkeit der Gewerbe- und Dienstleistungseinrichtungen in Alberschwende bleibt erhalten – mit allen Verkehrsmitteln.
  • Die Radverkehrsinfrastruktur in Alberschwende wird verbessert.
  • Die verkehrsbedingten Belastungen durch Lärm und Luftschadstoffe werden reduziert.
  • Die Verkehrssicherheit in Alberschwende wird erhöht, insbesondere im Hinblick auf alle Unfallhäufungs- und Gefahrenstellen und alle anderen Gefahrenstellen entlang der bestehenden L 200.
  • Aktuelle Verkehrs- und Ortsentwicklungsprojekte in der Gemeinde Alberschwende, insbesondere die Entwicklung von Maßnahmen für die Kreuzung Müselbach fließen in den Planungsprozess „Verkehrslösung Alberschwende“ ein und werden entsprechend berücksichtigt.
  • Für die verkehrliche Erschließung des Bregenzerwaldes wird das Nadelöhr Alberschwende entschärft und die weitere gedeihliche Entwicklung der gesamten Region (Wirtschaft, Bevölkerung, Tourismus) gefördert.

Forum Alberschwende

Zur Präsentation und Diskussion der Planungsarbeiten laden wir Sie herzlich zur nächsten Bürgerversammlung „Verkehrslösung Alberschwende“ ein – und zwar am 14. September 2016 um 19:00 Uhr in der großen Turnhalle der Mittelschule Alberschwende.


[1] RVS: Richtlinien und Vorschriften des Straßen- und Verkehrswesens, erarbeitet von der Österreichischen Forschungsgesellschaft Straße Schiene Verkehr


3. Sitzung der Planungsgruppe

In der dritten Sitzung der Planungsgruppe am 29. Februar konnte das Planungsteam Rosinak-Planoptimo aufbauend auf den Analysen und den Ergebnissen der Bürgerversammlung mit ersten Planungsschritten beginnen. In der Sitzung wurden die Ziele für die Verkehrslösung Alberschwende neu formuliert und adaptiert. Sie sollen im April verabschiedet werden. Im Fokus steht die dauerhafte Entlastung möglichst vieler AlberschwenderInnen vom Kfz-Durchgangsverkehr und die Schaffung von räumlichen Aufenthaltsqualitäten im Ortskern, um vielfältige Nutzungen – wie zum Beispiel Gastronomie oder Geschäfte – für unterschiedliche Bevölkerungsgruppen wie Jung und Alt zu ermöglichen und um der weiteren Ortskernentwicklung von Alberschwende eine Perspektive zu geben. Weiters soll die Erreichbarkeit erhalten werden, die Verkehrssicherheit in der Gemeinde erhöht und die verkehrsbedingten Lärm- und Luftschadstoffimmissionen reduziert werden.

In der Planungsgruppe wurde auch zum Zwischenstand des Tempo/Umwelt-Modellversuchs beraten. Bei diesem Modellversuch sollen – begleitet durch die Technische Universität Graz – Änderungen der Lärm- und Luftschadstoffsituation untersucht werden, wenn das Geschwindigkeitsregime Tempo 30-50-80, wie es im Verkehrskonzept Bregenzerwald vorgeschlagen und beschlossen wurde, entlang der L 200 in Alberschwende umgesetzt würde. Laut Straßenverkehrsordnung ist bei derartigen wissenschaftlichen Versuchsanordnungen allerdings das Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie zuständig. Eine Beantragung dieses Modellversuchs ist im Laufen. Ob und wann dieser Versuch umgesetzt werden kann, ist derzeit noch unklar.

In der Planungsgruppe wurden zudem die „alten“ Trassenvarianten für eine Umfahrung Alberschwende aus dem Jahr 1992 erläutert und diskutiert: Warum wurden welche Varianten verworfen?  Wie ist die Siedlungs- und Naturraumsituation heute und was hat sich seit den 1990er Jahren verändert? In der Planungsgruppe soll außerdem im Laufe des Prozesses die Entscheidung für den Umbau der Kreuzung Müselbach vorangetrieben werden: Derzeit gibt es drei Varianten zum Umbau der Kreuzung. Die Kreuzung, an welcher derzeit Tempo 60 gilt, ist ein Unfallhäufungspunkt und sie weist schlechte Bedingungen insbesondere für FußgängerInnen auf. In der nächsten Planungsgruppe werden die Varianten vertieft ausgearbeitet und nochmals diskutiert. Die nächste Planungsgruppensitzung findet Ende April statt.


2. Sitzung der Planungsgruppe

Am 12. Jänner 2016 fand die zweite Sitzung der Planungsgruppe für die Verkehrslösung Alberschwende statt. Neben der Vorbereitung der ersten Bürgerversammlung am 3. Februar 2016 im Hermann Gmeiner Saal standen weitere Analysearbeiten der Planungsbüros Planoptimo und Rosinak & Partner im Vordergrund der Diskussionen. Die PlanerInnen präsentierten die Erhebungen zum ruhenden Verkehr (Parken) sowie die Fußgängerzählungen im Ortskern der Gemeinde. Es ist auffallend, dass Querungen im Zentrum ausschließlich an den Schutzwegen erfolgen, was auf ein hohes Verkehrs­aufkommen entlang der L200 schließen lässt. Querungen an anderen Stellen sind in den Spitzenzeiten kaum möglich und für FußgängerInnen unangenehm. Die Erhebungen zeigen auch, dass im Ortskern wenig Kommunikation stattfindet. Die FußgängerInnen sind unterwegs zum Einkaufen, in die Bank, zur Trafik oder in die Schule – Austausch und ein längerer Aufenthalt im Zentrum sind vergleichsweise selten.

Weiters erfolgten durch das Planungsteam noch Verkehrszählungen und Knotenstrom­zählungen an der Landesstraße L14 (Bucherstraße) und der L200, die der Planungsgruppe präsentiert wurden.

Die Analyse- und Erhebungsphase für die Verkehrslösung Alberschwende konnte nunmehr nach vier Monaten abgeschlossen werden.

Ein zweiter wesentlicher Diskussionspunkt in der Planungsgruppe war die Änderung der gesetzlichen Rahmenbedingungen in den letzten Jahren, die sich auch auf die Gemeindeplanungen auswirken. Zum einen wurden im Jahr 2002 alle Bundesstraßen in Österrreich verländert.  Das bedeutet, dass die Bregenzerwald Straße L200 nunmehr im Eigentum des Landes ist. Daraus ergeben sich neue Planungshierarchien – anders als beim Planungsprozess in den 1990er Jahren.  Zum anderen ist Österreich gemäß EU-Recht verpflichtet, Richtlinien, welche auf europäischer Ebene beschlossen werden, in seinem jeweiligen eigenen Wirkungsbereich umzusetzen. Laut aktuellem Vorarlberger Landesstraßengesetz ist daher bei einer Verlegung oder Neuerrichtung einer Landesstraße eine Strategische Umweltprüfung (SUP) notwendig. Eine Umfahrung Alberschwende würde eine derartige SUP erfordern, da sich der Verlauf der Landesstraße ändern würde. Die SUP würde von der sogenannten „SUP-Behörde“ des Landes erstellt und bezieht sich auf Gutachten von Sachverständigen zu den Schutzgütern Mensch, Luft, Boden, Wasser, Tiere, Pflanzen, Landschaft, Sach- und Kulturgüter. Die Planungsgruppe zur Verkehrslösung Alberschwende ist einhellig der Meinung, dass eine derartige Strategische Umweltprüfung jedenfalls mit dem Planungsprozess für eine Verkehrslösung Alberschwende zu verknüpfen ist, um größtmögliche inhaltliche wie zeitliche Synergieeffekte zu generieren.


Erste Sitzung der Planungsgruppe

Am 26. November 2015 fand die erste Sitzung der Planungsgruppe für die Verkehrslösung Alberschwende statt. Gemeinsam mit den beauftragten Planungsbüros Rosinak & Partner und Planoptimo Köll ZT GmbH bereiteten Mitglieder der Gemeindevertretung und Vertreter des Landes Vorarlberg den Planungsprozess, der nun gut ein Jahr dauern soll, inhaltlich wie organisatorisch vor. Dabei ging es vor allem um eine vollständige und aktuelle Analyse der verkehrlichen Ausgangslage. Daher sollen zusätzliche und umfassende Verkehrszählungen, eine Parkraumerhebung im Ortszentrum und eine Fußgänger-Analyse die Ausgangsdaten abrunden.

Ein zweites wichtiges Thema dieser ersten Planungsgruppen-Sitzung war die Abstimmung mit dem Ortsentwicklungsprozess, schließlich ist Alberschwende eine aktive und wachsende Gemeinde, deren Siedlungsentwicklung und Ortsbild in direktem Zusammenhang mit einer zukünftigen Verkehrslösung steht. Ein wesentliches Ergebnis ist die Bedeutung der verkehrsträgerübergreifenden Planung, das heißt, alle Verkehrsarten – Kfz-Verkehr, öffentlicher Verkehr, Fuß- und Radverkehr – spielen eine wesentliche Rolle.

Im Mittelpunkt des nunmehr gestarteten Planungsprozesses stehen allerdings die Alberschwenderinnen und Alberschwender. Die Einbindung der BürgerInnen ist ein zentrales Element des einjährigen Planungs- und Beratungsprozesses. Eine erste Veranstaltung, das sogenannte „Forum Alberschwende“, findet am Mittwoch, den 3. Februar 2016 um 19:30 Uhr im Hermann Gmeiner Saal statt. Nähere Informationen dazu erhalten Sie per Postwurf-Sendung sowie in der Jänner-Ausgabe des s‘Leandoblattes. Wir freuen uns auf Ihr Kommen und Ihre aktive Mitwirkung.


   

   

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