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Begriffserklärungen

Was sind »Asylwerber«

Als Asylwerber bezeichnet man Menschen, die aufgrund unterschiedlichster Gründe (z.B: aus Angst vor Verfolgung und Gewalt) ihre Heimat verlassen müssen. Diejenigen, die bis nach Österreich gelangen, haben das Recht einen Antrag auf ein Asylverfahren zu stellen. Während der Prüfung des Antrages haben die Menschen den Status eines Asylwerbers.

Was sind »Konventionsflüchtlinge«

Das Recht auf Asyl basiert auf der Genfer Flüchtlingskonvention, die nahezu alle Staaten der Welt als Basis für den Umgang mit Flüchtlingen anerkennen. 
Sobald Österreich einer Asylwerberin, einem Asylwerber aufgrund der geltend gemachten Fluchtgründe Asyl zuerkannt hat, sind diese österreichischen Staatsbürgern – mit Ausnahme des Wahlrechtes – praktisch gleichgestellt: sie dürfen sich in Österreich niederlassen und haben freien Zugang zum Arbeitsmarkt um selbst für ihren Lebenserhalt sorgen zu können. 
Sie müssen innerhalb von 4 Monaten ihr Grundversorgungs-Quartier verlassen und eine eigene Unterkunft finden. Bei diesem Schritt in ein selbständiges Leben, helfen Gemeinden und soziale Organisationen mit. Ebenso können Freiwillige hier wertvolle Hilfe bei den Integrationsbemühungen leisten.

»Asylquote«

Wenn in der Öffentlichkeit von Asylquote gesprochen wird, ist die Verteilung der Asylwerber auf die Bundesländer (nach einem Bevölkerungsschlüssel – dzt. 4,41 % für Vorarlberg) gemeint. 
Diese berechnet sich jeweils tagesaktuell nach dem Stand der Asylwerber, die noch in der Grundversorgung sind.

»Anerkennungsquote«

Die Gründe für eine Verfolgung sind stets in jeden Einzelfall zu prüfen. Die Anzahl der stattgegebenen Asylverfahren widerspiegelt die Anerkennungsquote. 
Diese liegt derzeit durchschnittlich bei 40 % (über alle Herkunftsländer hin gesehen. Für bestimmte Länder aufgrund der dort herrschenden Situation kann diese Anerkennungsquote auch wesentlich höher liegen. 
Beispielsweise erhalten syrische Antragsteller zu 75 % Asyl in Österreich. In Ausnahmefällen kann eine Person, deren Asylantrag rechtskräftig negativ entschieden wurde, auf Antrag ein humanitäres Bleiberecht erhalten. Voraussetzung hierfür sind der Nachweis der neun vom Österreichischen Verfassungsgerichtshof (VfGH) festgelegten Kriterien (Verfestigung, Integration, Sprachkenntnisse etc.).

Dublin III Abkommen bzw. »Dublin-Fälle«

Benannt nach dem Ort der Vertragsvereinbarung zwischen den EU-Staaten sind u.a. Asylverfahren von jenen Staaten abzuwickeln, in welchen der Flüchtling erstmals um Asyl angesucht hat. 
Zumeist ist das dann in jenem Staat an den EU-Außengrenzen, den der Flüchtling zuerst betreten hat. In der Absicht Asylverfahren einer Person in mehreren Ländern zu verhindern, führt das Dublin-Abkommen inzwischen zu einem Verschieben der Flüchtlinge zwischen den Staaten. 
Diese Fälle werden in den Medien auch kurz als „Dublin-Fälle“ bezeichnet.

»Grundversorgung«

Grundversorgung bezeichnet die Versorgung der Asylwerber während des Asylverfahrens mit Unterkunft, Essen, medizinischer Betreuung, juristischer Information, Sprachförderung und Angebote für soziale Kontakte. Steigende Asylweberzahlen gerade im letzten Halbjahr führen dazu, dass trotz zusätzlich geschaffener Quartiere die Erfüllung der Quote durch die Bundesländer hinterherhinkt.

Unbegleitete minderjährige Flüchtlinge »UMF«

Jugendliche bis 18 Jahre, die ohne erwachsene Familienangehörige, bei uns ankommen und einen Asylantrag stellen, werden auch als UMF bezeichnet. Auf Basis der UN-Kinderrechtekonvention und der besonderen Schutzbestimmungen der Kinder- und Jugendhilfe sollten auf diese abgestimmte Unterkünfte und Betreuungsformen zur Verfügung stehen. 
In Vorarlberg nimmt die Kinder- und Jugendhilfe die Obsorge wahr und bringt diese Jugendlichen unter anderem bei Pflegefamilien und in eigenen Wohngemeinschaften der Sozialorganisationen unter. Die Schulpflicht gilt für diese und sie haben die Möglichkeit eine berufliche Ausbildung aufzunehmen.

Negative Asylbescheide – Kein Aufenthaltsrecht – Abschiebung

Wenn die rechtlichen Verfahren zu einem endgültig negativen Ergebnis gekommen sind, und die Personen nicht von der Möglichkeit zur freiwilligen Ausreise Gebrauch machen, können fremdenpolizeiliche Zwangsmaßnahmen gesetzt werden. 
Voraussetzung ist, das Vorliegen eines Reisedokumentes und / oder eines sogenannten "Heimreisezertifikates" das Herkunftsland muss also eine Rücknahme der Person auch zustimmen.

»Rückkehrhilfe«

Wenn der Asylbescheid negativ ausfällt oder sich die Lebensverhältnisse in ihrer Heimat bzw. in der Nachbarregion verändert haben, beginnen diese Menschen ihre Rückkehr zu planen. 
Dabei helfen verschiedene Sozialorganisationen im Auftrag der öffentlichen Stellen mit. Im Jahr 2014 sind 46 Personen dabei beraten worden und davon 22 aus Vorarlberg wieder ausgereist.

»Familienzusammenführung«

Basierend auf der UN-Menschenrechtskonvention hat jeder Mensch ein Recht auf Familie. Auf Basis dieser Übereinkunft zwischen den UN-Mitgliedstaaten gibt es aber nur für Konventionsflüchtlinge die Möglichkeit, Frau bzw. Mann und die leiblichen Kinder auf eigene Kosten nachkommen zu lassen.

 

Quelle: www.handinhandinvoarlberg.at

 

 

Leandoblatt März 2017
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