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Asylwerber und Situation in Alberschwende

Die Quartiere der Caritas bieten inzwischen Platz für ca. 42 Personen in der Grundversorgung, und waren mit Stand April 2016 mit 38 Personen besetzt. Mit Ausnahme des "Arns-Hauses" sind inzwischen in allen Unterkünften Familien oder Familienverbände untergebracht.

Mit Stand April 2016 leben in Alberschwende 36 Asylwerber und 15 Konventionsflüchtlinge, es sind dies 29 Personen aus Syrien, 13 aus dem Irak, 5 aus Afghanistan und 4 Staatenlose.

Von den schon länger in Alberschwende lebenden Asylwerbern haben sich die syrischen Flüchtlinge sehr gut integriert und und können sich auch gut verständigen. Die Sprachbarriere der Männer aus dem Irak, die weder Deutsch noch Englisch sprechen und sehr lange auf einen Deutschkurs der Caritas warten mussten, bildet im Kontakt mit der Bevölkerung und auch beim Einsatz in der Nachbarschaftshilfe leider noch ein gravierendes Hindernis.

Ziel unserer Asylwerber ist es, schnellstmöglich wieder auf eigenen Beinen zu stehen und sich hier eine Existenz aufzubauen. Diejenigen, die Frau und Familie haben, möchten diese baldmöglichst auf sicherem und legalem Weg aus dem Kriegsgebiet herausholen und sie auch hier ernähren können, einige durften ihre Frau oder minderjährigen Kinder bereits nachholen. Dafür lernen sie Deutsch nicht nur über die Kurse der Caritas, sondern auch in Kursen von Freiwilligen, im Selbststudium über Handy und Youtube bzw. Online-Kurse und im Kontakt mit der Bevölkerung.

Diejenigen, deren Asylverfahren bereits abgeschlossen ist, sind auf Wohnungs- und Arbeitssuche. Weil sie jedoch ausschließlich auf die öffentlichen Verkehrsmittel angewiesen sind, gestaltet sich das aufgrund der unbedingt notwendigen guten Verkehrsanbindung auch nicht immer einfach.

Diejenigen, deren Asylverfahren noch nicht abgeschlossen ist, arbeiten im Rahmen der inzwischen von den Flüchtlingen selber organisierten Nachbarschaftshilfe mit, wo immer sie gefragt werden. 

 

Inzwischen haben sich die Alberschwender Flüchtlinge in Zusammenarbeit und Abstimmung mit der Caritas und Landesorganisationen und mit Unterstützung einer kleinen Gruppe Ehrenamtlicher sogar selber organisiert und eine eigene Plattform geschaffen, wo sie direkt in Alberschwende "gebucht" werden können, um der Bevölkerung den Umweg der Buchung über die Caritas in Feldkirch zu ersparen. Dafür wurde bei der Firma Telesis das Büro "Wir sind aktiv" eingerichtet, das von den Asylwerbern selber geführt wird. Aufträge für Hilfsdienste werden von ihnen entgegen genommen und Einsätze koordiniert, unterstützt werden sie von Ehrenamtlichen, die die noch vorhandenen Sprachbarrieren überbrücken und bei Problemen jederzeit unterstützend helfen können. Die Initiative lebt von Spenden, die für die erbrachte Hilfe entrichtet werden. Mehr dazu finden Sie unter dem Menüpunkt Nachbarschaftshilfe.

 

Was ist aus unseren acht Erstankömmlingen geworden?

Laith  Alfandi (25, Syrien) hat seinen ersten Studienabschnitt in Jus in Syrien absolviert,  koordiniert das Flüchtlings-Selbsthilfebüro „Wir sind aktiv“ und unterstützt damit die Kollegen in Helfereinsätzen. Er konnte auf diese Weise schon über 1.500 Helferstunden in privaten Haushalten und im Bauhof organisieren. Er hat als letzter der acht Erstankömmlinge seinen Konventionspass erhalten. In seiner Freizeit spielt er Fußball und trainiert und spielt mit der 1b-Mannschaft des FC Sohm Alberschwende. Er sieht sich bereits als Alberschwender, und es war sein eigener Wunsch, in Alberschwende zu bleiben. Er hat inzwischen eine Wohnung in Hinterfeld gefunden, die er im April 2016 zusammen mit einem syrischen Freund beziehen konnte. Laith spricht inzwischen ein sehr gutes, fließendes Deutsch und hat bereits eine Anstellung im Bereich Sozial- und Projektmanagement angeboten bekommen.

Azad Daoud (39, Syrien), Autoelektriker, hat zuletzt ein Berufspraktikum im Sozialzentrum gemacht, viele Helfereinsätze ausgeführt und ist öfters am Zebrasteifen als Elternlotse anzutreffen. Er spricht mittlerweile 5 Sprachen und engagiert sich bei Integrationsprojekten im Bregenzerwald. Auch ihm war es ein großes Anliegen, in Alberschwende bleiben zu können, wo er viele Freunde gefunden hat. Er konnte im April 2016 seine Frau Midia und seine drei Kinder Hivyar, Royar und Roni, die er drei Jahre nicht mehr gesehen hat, nach Alberschwende holen und zusammen mit ihnen eine Wohnung in Rohnen beziehen. Im April 2016 kann er ein weiteres Praktikum in einer Autowerkstatt im Bregenzerwald beginnen und hofft, danach übernommen zu werden und dort eine Lehre absolvieren zu können.

Anas Al Kala (29, Syrien) hat seinen positiven Bescheid bereits im Mai 2015 erhalten. Er kam bereits mit sehr guten Deutschkenntnissen in Alberschwende an, spricht ein perfektes Deutsch und ist heute in Teilzeitanstellung bei der Caritas als Dolmetscher eingesetzt. Sein Ziel ist es, in den Lehrberuf als Mathematiklehrer zurückkehren zu können. Die Nostrifizierung hat er bereits erfolgreich abgelegt. Seine Frau Rasheeda ist seit Oktober 2015 in Alberschwende. Sie wohnen in der Siedlung und erwarten im Juli ihr erstes Baby. 

Ibrahim Zatar (23, Syrien) hat sich gleich nach seinem positiven Bescheid im vergangenen November um eine Arbeitsstelle in Schwarzach bemüht. Mit seinen guten Sprachkenntnissen und seiner offenen Art hat er seine Kollegen oft unterstützt. Mit der Familie Renee Lormans und Paul Sandholzer hat er nicht nur ein Dach überm Kopf erhalten, sondern auch ein Zuhause gefunden, wo er tatkräftig in Sachen Integration unterstützt wurde und wird. Sein dringendster Wunsch ist die Familienzusammenführung mit seiner Frau Rahima, sie ist ausgebildete Kindergärtnerin und wir hoffen, sie alsbald in Alberschwende begrüßen zu können.

Khaled Hamad (20, Syrien), der jüngste unter den Ankömmlingen, hat auch seinen 15-jährigen Bruder hier in Vorarlberg. Khaled hat inzwischen eine Wohnung gefunden und ist im April 2016 nach Dornbirn gezogen. Er möchte Friseur werden, ist fleißig am Üben. Sobald seine Sprachkenntnisse so weit gediehen sind, kann er eine Lehrstelle antreten.

Mohammad Alahmad (21, Syrien) hat nach einer Zeit Berufsorientierung und fleißigem Deutschlernen bereits längere Zeit bei Fidel Meusburger in Bezau gearbeitet. Bei der Unterhaltung kamen schon die ersten Brocken „Wälderisch“ zum Vorschein. Inzwischen ist er allerdings in eine Wohnung nach Bregenz umgezogen und wird sich neu orientieren.

Ayman Uweidat (38, Syrien) hat seinen positiven Bescheid ebenfalls im Mai 2015 bekommen. Seine Frau Sana und die drei Mädchen Mariam, Batoul und Malak sind seit Dezember in Vorarlberg. Ayman hat im Dezember 2015 mit seiner Familie eine Wohnung in Bregenz Stadt bezogen, und alle drei Mädchen gehen in die Schule, lernen wie auch Sana gut deutsch. Ayman ist ausgebildeter Laborfacharbeiter und er bemüht sich sehr, eine Arbeitsstelle in diesem Bereich zu finden.

Rashid Mohammad (30, Syrien) konnte seinen positiven Bescheid im Juni 2015 entgegennehmen, und bereits im August ist seine Frau May nach Vorarlberg gekommen. Der ausgebildete Buchhalter wohnt mit seiner Frau in Dornbirn, und beide versuchen, ihr Leben hier so gut es geht zu meistern.

 

Wir dürfen unseren acht Erstankömmlingen alles Gute auf dem Weg in die Normalität wünschen. Wir sind stolz, dass sie alle auf einem guten Weg in Richtung Arbeitsmarkt sind, unsere Kultur mit ihren Ideen bereichern und mit der arbeitenden Bevölkerung zum Wohlstand unserer Gesellschaft beitragen. Es ist auch erstaunlich, wie schnell sie die deutsche Sprache gelernt haben. Das ist zum großen Teil  dadurch gelungen, sie von allem Anfang an zu integrieren und Möglichkeiten der Beschäftigung zu suchen. 

 

 

Leandoblatt Juni 2017
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